Einigungshilfe – Mediationsausbildung Baden-Württemberg

Übersicht Ausbildungen

Die Angaben beziehen sich auf die Ausbildungen, die 2021 starten.

Kurs Umfang Kursgebühr
Grundkurs Konfliktkompetenz 34 Stunden auf Anfrage
Mediationsausbildung (Grundkurs) > 140 Stunden (inkl. Intervision) € 3.400 (umsatzsteuerbefreit)
Mediationsausbildung-PLUS (Grundkurs) > 270 Stunden (inkl. Intervision) € 3.600 (zzgl. Umsatzsteuer)
Mediationsausbildung (Grundkurs) für Coaches >90 Stunden (inkl. Intervision) € 2.400 (zzgl. Umsatzsteuer)
Aufbaukurs Mediation (bei Buchung mit Grundkurs) 64 Stunden € 1.400 (umsatzsteuerbefreit)

Zu den Kursgebühren kommt eine Tagungsgebühr u.a. für die Unterbringung im Einzelzimmer und die sehr hochwertige Vollverpflegung hinzu (3-tägige Module 253,50 € | Intensivwoche 518,00 €).

Ratenzahlung ist möglich (ohne Aufschlag).

Für Studierende gewährt das Hohenwart Forum 20% Rabatt.

Verfügen Sie nur über wenig Einkommen, können Sie Bildungsgutscheine in Anspruch nehmen; bitte fragen Sie für die Details im Hohenwart Forum nach.

Die Ausbildung ist für Bildungsurlaub anerkannt, den Sie in Absprache mit Ihrem Arbeitgeber in Anspruch nehmen können, z.B. für die Intensivwoche.

Die Kursmaterialien sind im Preis inbegriffen; wir bieten Ihnen außerdem die Grundlagenliteratur zum Ausleihen an.

Die Komplettausbildung im Hohenwart-Forum

  • umfasst 162 Zeitstunden Seminar und 30 Zeitstunden Supervision sowie zusätzlich mindestens 20 Intervisionsstunden und überschreitet mit insgesamt 212 Stunden alle vorgegebenen Mindeststundendauern,
  • weist ein hervorragendes Betreuungsverhältnis von in der Regel 1:8 auf, dass in der Regel durch zwei Ausbilder*innen oder Trainer*innen realisiert wird,
  • mindestens 80% der Zeit ist ein erfahrener, durch den Bundesverband Mediation anerkannter Ausbilder/eine Ausbilderin anwesend.
  • alle Ausbilder*innen und Trainer*innen sind aktive Mediator*innen,
  • findet statt im optimalen Ambiente des Hohenwart Forum.

Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns entscheiden, und stehen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung!

Nutzen einer Mediationsausbildung

Die Motivation, an einer Ausbildung teilzunehmen, ist unterschiedlich. Manche Teilnehmer*innen wollen hauptberuflich als Mediator*innen tätig werden, meist als Freiberufler*innen, selten im Anstellungsverhältnis. Manche wollen eine Zusatzqualifikation für ihren Hauptberuf erwerben, z.B. um die Chancen auf eine Führungsposition zu verbessern. Wieder andere bieten bereit Coaching oder verwandte Methoden an und wollen ihr Angebotsportfolio erweitern. Und schließlich gibt es jene, die nicht nicht auf ein bestimmtes Ziel festgelegt sind.

Was aber alle erreichen können, auch jene, die gar kein berufliches Ziel verfolgen mit der Ausbildung, ist eine höhere Konfliktkompetenz bei eigenen Konflikten, eine Professionalität im Umgang mit Konflikten Anderer, und die Fähigkeit, andere Menschen im Konflikt zu unterstützen.

Durch die hohen Selbstreflexionsanteile in der Ausbildung geben praktisch alle Teilnehmer*innen abschließend an, mehr über sich selbst gelernt und innerlich gewachsen zu sein. Darüber freuen wir uns sehr!

Berufsaussichten für Mediatoren

Oft werden wir nach den Berufsaussichten für einen Beruf als Mediatorin/Mediator gefragt. Das ist natürlich nur sehr schwer allgemein zu beantworten.

Ich beobachte seit langer Zeit den Stellenmarkt (u.a. durch einen Robot bei DIE ZEIT) und natürlich den Markt für freiberufliche Mediator*innen und bin im Austausch mit den Kolleg*innen im Bundesverband Mediation.
Mein Eindruck ist, dass Mediation zwar noch wenig verbreitet, aber definitiv eine Wachstumsbranche ist. Es gibt eine Anzahl Mediator*innen, die hauptberuflich Mediation und Konfliktmanagement anbieten, sowie eine große Anzahl an Kolleg*innen, die von Mediation in Kombination mit anderen Angeboten (Coaching, Beratung, Trainings, Mediationsausbildung etc.) leben. Außerdem gibt es sehr viele Mediator*innen, die in der Telefon-Mediation für wohl mittlerweile alle Rechtsschutzversicherungen tätig sind (auch wenn ich glaube, dass diese Form der Vermittlung nicht das ist, was ich unter Mediation verstehe).

Es gibt hin und wieder Stellenanzeigen in der ZEIT, die explizit für Mediator*innen ausgeschrieben sind, und zahlreiche Stellenanzeigen, in denen Mediation als Zusatzqualifikation gefordert oder erwünscht wird. Die meisten Arbeitgeber, so scheint mir, oder zumindest: Die meisten Personalstellen in den Unternehmen (und darauf kommt es für eine Einstellung ja an) können eine Mediationsausbildung wertschätzen, auch wenn Mediation nur selten die Hauptaufgabe auf einer regulären Stelle sein wird.

Viele IHKs bieten die Vermittlung von Mediation an und führen teilweise auch Mediator*innen-Listen, wie z.B. hier in Karlsruhe, was ich als systematische Nachfrage nach Wirtschafts-Mediationen deute. Die IHK Karlsruhe setzt dabei Stundensätze von € 150 - € 350 je Stunde an; das ist in etwa der allgemein übliche Marktpreis. Zahlreiche Familien-Mediator*innen sind darüber hinaus in Beratungsstellen tätig und angestellt; z.B. in der Eheberatungsstelle Karlsruhe sind allein vier Mediator*innen tätig (Stand Anfang 2020), allerdings auch diese nur mit einem Teil ihrer Arbeitszeit.

Alles in allem habe ich keinen Zweifel, dass eine Mediationsausbildung Ihre Chancen, auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein, erheblich steigern wird – in welcher Weise genau, wage ich aber nicht vorherzusagen.
Eine interessante Beobachtung ist vielleicht auch, dass nicht wenige Teilnehmer*innen in unseren Ausbildungen während der Ausbildung Ihre Stelle oder ihren konkreten Arbeitsplatz wechseln, kündigen und/oder eine neue Stelle annehmen. Ich deute das so, dass die Mediationsausbildung auch dazu beiträgt, sich der eigenen Ziele und Fähigkeiten klarer zu werden, so dass Entscheidungen leichter fallen.