Einigungshilfe – Mediationsausbildung Baden-Württemberg

Ausbildung in Wirtschaftsmediation

Eine Ausbildung in Wirtschaftsmediation eröffnet Ihnen Zugang zum (gut bezahlten) Bereich der Konfliktlösung in Unternehmen, und die Nachfrage nach Wirtschaftsmediatorinnen steigt im Laufe der letzten Jahre auch deutlich an (vgl. z.B. die PwC-Studie V zu Konfliktmanagement, die wir Ihnen gerne zusenden). Braucht es daher eine spezialisierte Ausbildung in Wirtschaftsmediation, um Wirtschaftsmediator*in zu werden, also Mediation in Unternehmen anbieten zu können?

Sicher bedarf es vertiefter Kenntnisse der speziell in Organisationen auftretenden Konfliktfelder, z.B. zur Mediation mit Führungskräften. Manche Aufgabenstellungen sind auch anders als in anderen Kontexten, z.B. die Unterscheidung von äußerer und innerer Auftragsklärung (erstere mit dem formalen Auftraggeber, z.B. der Personalabteilung, letztere mit den Konfliktbeteiligten).Und schließlich gibt es Unterschiede bei der Akquise, bei der Frage des Einstiegs in ein Feld, das manchem fremd ist.

Grundlegend aber, und viel wichtiger, sind die generellen Fähigkeiten zur Mediation überhaupt: Kenntnisse von Konfliktdynamiken und Eskalationsstufen, von Deeskalation und Aktivem Zuhören, vom Zusammenhang zwischen Sach- und Beziehungskonflikt, von den Phasen der Mediation und dem behutsamen Öffnen neuer Sichtweisen, die Arbeit mit der eigenen Haltung und Self-Care. Das alles ist im Privat- wie im Wirtschaftskonflikt, bei Nachbarschafts- oder Erbschaftsstreitigkeiten, gleich, denn: Es sind immer Menschen, um deren Konflikte, um deren Interessen und Bedürfnisse es geht. Übrig bleibt als Unterschied oft nur, sich auf die spezifische „Kultur“ einzustellen, z.B. durch das von uns verwendete Vokabular.

Und genau so ist auch unser Angebot aufgebaut: Eine fundierte Grundausbildung in Mediation überhaupt in gut 120 Präsenz-Stunden, steht am Anfang der Ausbildung. Sie führt formal zur gesetzlichen Zertifizierung und legt inhaltlich die entscheidenden Grundlagen. Und dann, auf diesem sicheren Umgang mit Konflikten aufbauend, bieten wir diverse Spezialisierungen. Die meisten angehenden Wirtschaftsmediator*innen wählen aus diesen Modulen:

Und natürlich: Wir bieten auch Hospitationen und Ko-Mediationen zielgenau an, sowohl in Familien- als auch in Wirtschaftsmediationen, im Non-Profit-Bereich oder bei komplexen Konflikten. So können Sie in Ihrer Ausbildung zum Wirtschaftsmediator/zur Wirtschaftsmediatorin auch von unseren langjährigen praktischen Erfahrungen profitieren.

Die Leitung des Ausbildungszweigs Wirtschaftsmediation liegt bei Dr. Jürgen von Oertzen, der langjährige Erfahrung mit Wirtschafts- (und anderen) Mediationen hat und in diesem Bereich auch seine Masterarbeit geschrieben hat (Kurzfassung in: PwC-Studie III zu Konfliktmanagement, die wir Ihnen gerne zusenden).

Seien Sie herzlich willkommen!