Einigungshilfe – Mediationsausbildung Baden-Württemberg

Mediation und Mobbing

Mobbing ist unter den möglichen Konfliktformen in Betrieben oder Organisationen eine, die besonders hohe Schäden und Kosten nach sich ziehen kann. Je länger Mobbingprozesse dauern, desto schwieriger ist eine Auflösung der entstandenen Mobbing-Strukturen: Ausgrenzung, Demütigung, Ignorieren Einzelner oder kleinerer Gruppen durch andere, denen u.U. das Ausmaß ihrer Wirkungen gar nicht mehr bewusst ist.
Mobbing gibt es in unterschiedlichen Varianten, unter Mitarbeiter*innen, zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter*innen und umgekehrt… Gemeinsam ist ihnen eine destruktive, oft verdeckte Austragung eines Konfliktes über längere Zeit, die in der Regel zu einem Kräfteverlust der/des Betroffenen führt, der nicht aus sich heraus überwindbar ist.

Es bilden sich Kommunikationsstrukturen von Flüsterpost und Gerüchten bis hin zu offenen Angriffen, die sehr viel Energie abziehen und das Betriebsklima unerträglich machen bis hin zur absoluten Ohnmacht aller Beteiligten, in irgendeiner Weise hilfreich Verantwortung zu übernehmen.
Schäden für die Organisation reichen von häufigen und langen Krankheitszeiten bis zu Kündigungen Betroffener; die eigentlichen Aufgaben werden nicht mehr bewältigt.

Da bei Mobbing die Selbststeuerung der Gruppe gestört ist, sind schnelle und klare Interventionen von außen nötig, die einerseits einen sofortigen Rahmen (und z.B. Regeln) setzen und andererseits die nötigen Aufarbeitungsprozesse in die Wege leiten. Gelingt eine schnelle Intervention, ist auch nach einer nachhaltigen Mobbingbearbeitung ein Neustart möglich.

Mobbing tritt unter Kinder und Jugendlichen vor allem in Schulen auf: an Orten, denen man nicht entrinnen kann. Die Prozess- und Wirk-Strukturen ähneln denen der Erwachsenen, daher macht es Sinn, beides genauer und gemeinsam anzuschauen, vor allem unter den Fragen: Welchen Beitrag kann Mediation bei Mobbing leisten? Und wo müssen andere Elemente und Methoden dazu treten?

Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Heranwachsenden gilt es, in der Bearbeitung und Auflösung von Mobbing den richtigen Punkt, die richtige Ansprache, die entsprechende Haltung  und Methoden zu finden, wie eine Gruppe mit ihren Akteuren und Betroffenen aus Teufelskreisen heraus kommen und sich nachhaltig und dauerhaft gegen derartige Negativ-Prozesse schützen kann.                   

Präventions- und Interventionsmöglichkeiten bei Mobbing unter Schüler*innen und Erwachsenen

unter Schülern: 

  • vom Elternabend über die Arbeit mit Klassen bis zur Begleitung von Betroffenen
  • Rollenausstieg von Akteuren
  • Verzeihensarbeit

unter Erwachsenen:

  • Arbeit mit Verantwortungsübergabe an das Team, die Gruppe
  • Begleitung von Betroffenen
  • rechtliche Rahmenbedingungen

Ihre Trainerin

Angelika Ludwig-Huber, Mediatorin (BM), Mediationsausbilderin (BM)

Termin und Ort

Wieder in 2020

Veranstalter

INTEResse e.V.

Anmeldung bei Angelika Ludwig-Huber